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Christan Konrad

Ich arbeite seit dem Abschluss der Diplomarbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl ...
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Diana Biskupski

Ich wollte wissen, woraus die Dinge des Lebens bestehen, wie sie hergestellt werden, wie sie funktionieren. ...  lesen Sie mehr 

Franz Schubert

Ich studiere im 10. Semester Materialwissenschaft.
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Berufsfelder und Karriereaussichten

Das ausgewogene Verhältnis von Breiten- und Tiefenwissen beim Studiengang Materialwissenschaft und Werkstofftechnik eröffnet ein sehr breites Spektrum an möglichen Berufsfeldern. Zur Verdeutlichung haben wir eine kleine Auswahl typischer Aufgabenstellungen an einen Materialwissenschaftler in den unterschiedlichsten Branchen zusammengestellt:

  • Materialwahl: Welches Material für welchen Zweck? Muss man für die Hochspannungsleitung Kupfer nehmen oder erfüllt günstigeres Aluminium auch seinen Zweck?
  • Werkstoffeinsatz: Wie viele Stunden darf eine Dampfturbine laufen, bevor sie überprüft werden muss?
  • Qualitätskontrolle: Wie gut ist das Blech des Zulieferers? Wie viel Ausschuss hat die Chipfabrik und welches sind dafür die Gründe?
  • Werkstoffprüfung: Welche Härte, Festigkeit, Zähigkeit hat das neue Material und vor allem: welche Meßmethoden sind erforderlich?
  • Werkstoffherstellung: Mit welcher Geschwindigkeit muss man beim Gießen abkühlen? Welchen Reinheitsgrad muss man beim Herstellen von Keramikmessern einhalten?
  • Werkstoffoptimierung: Wie kann man die Aluminiumlegierung noch härter machen, ohne dass die Kosten zu sehr steigen?

Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten hauptsächlich in Firmen, in denen moderne Funktionsmaterialien eine zentrale Rolle spielen.

Viele Firmen sind im Bereich Mikroelektronik und Halbleitertechnik tätig, darunter fast alle namhaften Mikrochiphersteller, oder agieren als Zulieferer für die Mikroelektronik. Hinzu kommen Firmen, zu deren Kerngeschäft die Energieversorgung gehört. Dabei stehen Batterien, Akkumulatoren und Brennstoffzellen für mobile elektronische Geräte sowie die Weiterentwicklung der immer bedeutender werdenden Solartechnik im Vordergrund.

Einige Absolventinnen und Absolventen erhalten einen Arbeitsplatz in einem der sehr eng mit der Industrie kooperierenden Fraunhofer-Institute. Mehr grundlagenorientierte Absolventinnen und Absolventen finden häufig eine Beschäftigung an einem Max-Planck-Institut.

Bei Vorliebe zur theoretischen Vertiefung streben einige Absolventinnen und Absolventen die Promotion in Forschungseinrichtungen oder Hochschulen im In- und Ausland an.

Die Interdisziplinarität, die man in der Ausbildung anstrebt, kann nur spannend sein, wenn die Disziplinen auch zu unterscheiden sind. Dafür stehen in Bayreuth die sieben Lehrstühle Werkstoffverarbeitung, Biomaterialien, Polymere Werkstoffe, Metallische Werkstoffe, Keramische Werkstoffe, Funktionsmaterialien, sowie Material und Prozesssimulation.

Nachfolgend finden Sie eine kleine Übersicht der Bedeutung der einzelnen Lehrstühle für den später möglichen Aufgabenschwerpunkt:

  • Biomaterialien
    Bioinspirierte Materialien sind wichtige Bestandteile von Bauteilen der Zukunft, da sie die oft vielfach optimierten Eigenschaften von natürlichen Materialien mit den Mehtoden der modernen Materialwissenschaften verbinden. Die Analyse der biologischen Materialien und deren Eigenschaften, wie z.B. Selbstassemblierung auf molekularer Ebene, hierarchischer Aufbau oder biologische Abbaubarkeit sowie die Umsetzung in innovative technische Lösungen kann als "technology push" oder "market pull"-Prozess betrieben werden. Diese Materialcharakterisierungen sind stark interdisziplinär geprägt, d.h. es werden Naturwissenschaftler wie Ingenieure gleichermaßen benötigt. Bioinspirierte Materialien können in vielen Anwendungen in den unterschiedlichsten Sparten eingesetzt werden, z.B. als interaktive Biomaterialien in der Medizintechnik, als neuartige hierarchische Gradienten-Strukturmaterialien für Automotive- und Sportartikelbereich oder als intelligente Oberflächenfunktionalisierungen. Bioinspirierte Materialien tragen darüber hinaus auf dem Umweltsektor zur Nachhaltigkeit und zur positiven CO2-Bilanz bei.
  • Funktionsmaterialien
    Funktionsmaterialien spielen eine wichtige Rolle in den Bereichen Abgasnachbehandlung und Abgassensorik. Wir nutzen z.B. die elektrischen Eigenschaften mancher Materialien, um damit eine Aussage über die Zusammensetzung von Verbrennungsabgasen oder den Zustand eines Autoabgaskatalysators zu erreichen. Dies ist nötig, um den effizienten Betrieb eines Kraftfahrzeugs zu gewährleisten und die vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzwerte zu erfüllen.
    Unsere Partner sind in den Bereichen der Automobil- und Automobilzuliefererindustrie zu finden. Weitere Kontakte ergeben sich in den Bereichen Mikrosystemtechnik, Werkstoffe und Verfahren für die Elektrotechnik und allgemein im Themenbereich Sensorik.
  • Keramische Werkstoffe
    Technische Keramiken werden als Funktions- und Strukturwerkstoffe für unterschiedliche Anwendungen eingesetzt. Absolventen finden daher Berufs- und Karrieremöglichkeiten in folgenden Industriebranchen:
    Maschinenbau, chemische Verfahrenstechnik, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Informations-, Energie-, und Medizintechnik
  • Material und Prozesssimulation (MPS)
    Schon heute nimmt die computergestützte Modellierung einen überraschend großen Rahmen im Berufsalltag des Ingenieurs ein. Sei es nun in Automobil-, in Luft- und Raumfahrt oder auch in der Metallindustrie, nahezu überall werden neben klassischen Verfahren nun auch zunehmend Simulationstechniken verwendet. Damit einher geht natürlich auch ein wachsender Bedarf an neuen präziseren Simulationsmethoden, deren Entwicklung und Verfeinerung (computational engineering)
    zunehmend auch von Ingenieuren übernommen wird.
  • Metallische Werkstoffe
    Metall ist der wichtigste Strukturwerkstoff. Da metallische Werkstoffe in beinahe jeder Industriesparte wie beispielsweise dem Bauwesen, dem Flugzeugbau, der Energietechnik, dem Automobilbau und der Elektrotechnik zu finden sind, ist das Berufsfeld des Ingenieurs, der sich mit metallischen Werkstoffen beschäftigt, sehr breit gefächert und bietet für diesen einen sehr weiten Einsatzbereich.
  • Polymere Werkstoffe
    Polymere Werkstoffe dienen bei Automobilherstellern, Luftfahrtindustrie, Chemieindustrie und bei Kunsstoffverarbeitern als Grundlage zur Entwicklung innovativer Produkte. Absolventen können in diesen Industriebereichen meist ihre wissenschaftliche und praxisnahe Forschung weiterführen. Neben der Materialentwicklung bieten sich aber auch Karrieremöglichkeiten in der Qualitätssicherung / Kunststoffprüfung sowie Produktion / Herstellung an.
  • Werkstoffverarbeitung
    Hinter modernen Werkstoffen steht meist eine lange Kette von Verfahren zur Herstellung und Verarbeitung der Materialien.
    Ein Schwerpunkt in diesem Bereich ist die Entwicklung neuer, industriell tauglicher Verarbeitungsverfahren sowie die Entwicklung und Verarbeitung neuer Werkstoffe.
    Ziel ist ein immer geringerer Energiebedarf bei der Herstellung, die Schließung von Stoffkreisläufen, um die produktionsbedingte Umweltbelastung immer weiter zu reduzieren und die Verbesserung der Gebrauchseigenschaften der Werkstoffe.
    Die materialklassenübergreifende Betrachtungsweise ermöglicht den Absolventen eine berufliche Karriere in allen Bereichen der werkstoffverarbeitenden Industrie.

Was verdient ein Bachelor, Master, Dipl-Ing. (Uni) - Materialwissenschaft und Werkstofftechnik?

Das Einstiegsgehalt eines Ingenieurs liegt im Mittel zwischen 45000 und 55000 €.
Weitere Informationen dazu bieten die Gehaltstabellen unter ZukX

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Universität Bayreuth

Anfrage

0921 / 55-7121